DER SANFTE WEG - ANFÄNGER-TIPPS


Wie fange ich an?
Bei Interesse am Judosport und an unserem Angebot, ist es jederzeit möglich auch ohne Voranmeldung an einem kostenlosen Probetraining teilzunehmen.

Mitzubringen sind zum ersten Training reißfeste Sportbekleidung, die evtl. auch beschädigt werden kann und Socken oder „Schlappen“. Nach zwei bis drei Probetrainingseinheiten ist eine schrifliche Anmeldung von Nöten. Das Anmeldeformular erhalten sie während des Trainings auf Anfrage. Die anfallenden Gebühren sehen Sie auf der Seite „Gebühren“.

Ab dem Zeitpunkt der Anmeldung sollte ein „Gi“, also ein Judoanzug beschafft werden. Erhältlich ist dieser im allgemeinen Sporthandel oder bei Fachhändlern wie Kwon, Dax, Dan Rho usw. Wichtig ist, daß ein JUDO-Anzug beschafft wird und nicht ein Karate-Anzug oder Ähnliches, da diese den Belastungen in der Regel nicht stand halten und nach kurzer Zeit ersetzt werden müssen.

Zum Gi gehört für Anfänger außerdem ein weißer Gürtel, der in aller Regel aber beim Kauf eines Anzuges bereits mitgeliefert wird. Manchmal können gebrauchte Anzüge, besonders im Kinder- und Jugendbereich bei anderen Mitgliedern abgelöst werden. Eine sonstige Ausrüstung ist in der Regel nicht notwendig.

Allgemeines über den Judo Sport und des Judo Vereins SC - Eching

Kodokan Judo - Geschichte
Im mittelalterlichen Japan wurden eine Vielzahl von Kampfkünsten ausgeübt: Neben den bewaffneten Techniken wie Schwertkampf, dem Kampf mit Lanze, dem Bogenschießen etc. gab es auch eine größere Anzahl waffenloser Techniken. Eine dieser Techniken nannte sich Ju Jutsu. Im Ju Jutsu gibt es neben Fußtritten, Fauststößen, Würfen, Hebeln und Würgern eine große Menge anderer Techniken. Diese Techniken waren lang bekannt, doch systematisiert und verbreitet wurden sie erst ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts.

Im Jahre 1877 begann Jigoro Kano im Alter von 17 Jahren diese Kampfkunst zu erlernen. Zu dieser Zeit wurde Jujutsu als eine Ansammlung von Techniken vermittelt. Der junge Kano aber suchte nach dem Prinzip, das hinter diesen Techniken steckte und kam zu dem Schluß, daß es der effizienteste Einsatz von körperlicher und geistiger Kraft sein müsse, der eine Technik wirksam macht. Er nahm die Techniken, die diesem Prinzip entsprachen und entfernte die Techniken die ihm zuwider liefen, ersetzte sie durch neue und erschuf damit aus dem Jujutsu das Judo.

Im Jahre 1882 gründete Kano – der inzwischen auch Professor war – den Kodokan: „Die Schule zum Lernen des Weges“. Der Kodokan besteht auch heute noch und ist weiterhin das Zentrum von Kanos Judo. Während Jujutsu in etwa mit „sanfte Kunst“ übersetzt werden kann, ist das Judo (in etwa „sanfter Weg“) das Prinzip, das hinter diesen Techniken steht: Es vermittelt nicht nur Techniken sondern auch das Prinzip der Anwendung derselben. Diese Prinzipien lassen sich nicht nur im Dojo(„Trainingshalle“) sondern auch auf das Leben an sich anwenden.

Prinzipien und Ziele
Die Ziele des Judo bestehen sowohl in der Entwicklung des Körpers als auch der des Geistes. Erreicht werden diese Ziele im Wesentlichen durch die Anwendung zweier grundlegender Prinzipien: Sei-Ryoku-Zen-Yo und Ji-Ta-Kyo-Ei. Sei-Ryoku-Zen-Yo beschreibt das technische Prinzip und meint den schon oben angesprochenen bestmöglichen Einsatz der vorhandenen Kräfte und Fähigkeiten. In der Praxis wird dies zum Beispiel durch Anwendung von Hebelgesetzen, Einsatz des eigenen Körpergewichts und gezielter Ausnutzung von Schwachpunkten erreicht. Ji-Ta-Kyo-Ei stellt das moralische Prinzip dar und wird oft mit „Gegenseitige Hilfe für den wechselseitigen Fortschritt und Wohlergehen“ übersetzt. Etwas direkter übersetzt spricht man von „zusammen leuchten“. Es geht dabei darum, daß jeder Judoka nicht nur für sich selbst verantwortlich ist, sondern auch für die Weiterentwicklung seines Partners: Genau wie er selbst kann auch sein Partner ohne die Hilfe eines Gefährten seine Techniken nicht üben, sich im Randori verbessern oder durch Kata überlieferte Techniken und Abläufe erlernen.

Dies gilt aber nicht nur im technischen Bereich: Allgemein benötigt man zur persönlichen Weiterentwicklung Partner, die einem dabei helfen, indem sie mit uns Diskutieren und an denen wir wachsen können.

Judo heute
Judo hat sich seit seiner Gründung vor allem als Kampfsport weiterentwickelt: Für den Wettkampf wurden gefährliche Techniken entfernt um ein gegenseitiges Kräftemessen mit minimalem Risiko zu ermöglichen. Judo wird heute in vielen Ländern betrieben und ist seit vielen Jahren Olympische Disziplin. In Deutschland wird Judo hauptsächlich in Sportvereinen ausgeübt. Die meisten dieser Vereine sind Mitglieder im Deutschen Judobund, der wiederum in Landesverbände u. Ä. gegliedert ist. Diese Struktur ermöglicht es, eine einheitliche Ausbildung aller im DJB organisierten Judoka zu erreichen und allgemeingültige Richtlinien zu ermöglichen. Nachdem der Wettkampf jahrelang imVordergrund stand, hat sich die Tendenz zum traditionellen Judo in letzter Zeit wieder verstärkt, wie man z.B. in der festen Einbindung der Kata ins Prüfungsprogramm und der Besinnung auf den Selbstverteidigungsaspekt sehen kann.

Bei sonstigen Fragen können Sie sich gerne jederzeit an uns wenden. (siehe Rubrik „Ansprechpartner“).

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